VTD Vakuumtechnik Dresden GmbH
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Metallisierung - Technologie


Die Technologie der Metallisierung von Produktoberflächen besteht aus mehreren Teilschritten, die entsprechend Substrat-, Schichtmaterial und Anforderungsprofil sorgfältig ausgewählt werden. Bei vielen Substratmaterialien ist der Einsatz eines Primers zur Verbesserung der Schichthaftung zu empfehlen.

Die zu beschichtenden Teile werden in der Vakuumkammer auf einem Drehkorb befestigt und rotieren während der Bedampfung um die Verdampfereinheit in Einfach- ,oder auf sogenannten Planeten befestigt, in Mehrfachrotation. Teilbereiche, die nicht metallisiert werden sollen, sind durch Masken abgedeckt.

Nach dem Schließen der Vakuumkammer erfolgt die Evakuierung der Anlage auf einen Druck von ca. 1 ... 5 x 10-4 mbar. Meist wird der anschließenden Beschichtung eine Behandlung der Teile im Glimmplasma, welches im Feinvakuumbereich von etwa 2...8 x 10-2 gezündet wird, vorgeschaltet. Die Verdampfung des Schichtmaterials erfolgt standardmäßig mit widerstandsbeheizten Quellen (Wendel/ Schiffchen).
Schiffchen und Wendel
Verdampfermaterial können Metalle wie Al, Cu, CrNi, Sn, Ag, Au aber auch Verbindungen wie ZnS, MgF2 und SiOx sein. Neben den widerstandsbeheizten Quellen stehen Magnetronsputterquellen zur Abscheidung von Metallen, wie Al, Cu und insbesondere Edelstahl und Chrom, zur Verfügung. Diese Quellen werden hauptsächlich in den Kurztaktanlagen eingesetzt.

Die typische Schichtdicke liegt je nach Anwendungsfall, im Bereich von 50 Nanometern (0,00005 mm) bis zu einigen Mikrometern, z. B. bei elektromagnetischen Abschirmschichten (EMV).

Es ist möglich, die abgeschiedene Schicht vor mechanischer Beschädigung oder Oxidation mit einer HMDS-Polymerschicht durch eine Plasmapolymerisation zu schützen. Neben diesem Vakuumverfahren sind in der Praxis auch Lacke als Schutzschicht verbreitet.

Folgende Einsatzgebiete bieten die verschiedenen Metallisierungen:

Al - Beschichtung


für Spiegel, Leuchten, Reflektoren, kosmetische Verpackungen, Lichtraster, Verpackungsfolie, Bijouteriewaren, Spielzeug, Beschlagteile, Sanitärteile. Eine Nachbehandlung mit Klar- bzw. transparentem Farblack erhöht die Gebrauchseigenschaft.

Al-Beschichtung mit wischfester Schutzschicht (HMDS)


für Fahrzeugscheinwerfer, Beleuchtung, optische Bauteile

Cu-, Al-Beschichtung


als EMV-Schicht auf Elektro-, Elektronik-, Kommunikationstechnik

Ni-Cr-, Sn-Beschichtung


Schutzschicht für Cu-EMV-Schicht, als dekorative Metallschicht (Ni-Cr)

Au-, Ag-Beschichtung


Spiegel für optische Anwendungen, als Schutzschicht für eine Cu-Schicht oder als dekorative Schicht für Mode- und Schmuckwaren, für Haushalts- und Gebrauchsgüter, Dekorationsteile, Zierteile beim Automobilbau sowie Sanitärtechnik

MgF2-Beschichtung


als Schutzschicht für Aluminium, als hydrophile (SiO) Beschichtung (Benetzbarkeit) im Fahrzeugbau oder der Beleuchtungstechnik